Wandfarben – Jetzt wird es bunt!

Wer in eine neue Wohnung oder in ein neues Haus zieht, steht vor vielen Entscheidungen, wenn es um die Inneneinrichtung geht. Viele Fragen stellen sich besonders bei der Auswahl von Fliesen, Textilien, Möbeln und Böden. 

Die Farbauswahl der Wände wird hier oft außen vor gelassen, dabei sind es gerade Wandfarben, die einen Wohnraum eine besondere Atmosphäre geben können und es so richtig gemütlich werden lassen.

Im Trend liegen immer öfter sehr knallige und ausdrucksstarke Farben. Besonders Farb-Neulinge sind sich bei diesen Farben aber unsicher darüber, wie sie zu kombinieren sind und befürchten, dass man schnell die Lust an einer so auffallenden Farbe verliert.

Wir haben die 3 wichtigsten Tipps zusammengefasst, damit es auch bei Ihnen zuhause so richtig bunt werden kann.

1. Der Farbton sollte zur Raumgröße passen

Pinke Wand

Bei der Wahl des Farbtons spielt die Raumgröße eine wichtige Rolle. Ein kleiner und nicht gut beleuchteter Raum sollte auf keinen Fall in einem dunkeln Farbton gestrichen werden, denn so wirkt er schnell eng.  Mehr optischen Raum holt man aus einem kleinen Zimmer heraus, wenn man einen schönen weiß, beige oder hellen Grauton wählt. Wer nicht ganz auf Farbe verzichten möchte, dem empfehlen wir auf Pudertöne zurückzugreifen und damit dem Raum optische Leichtigkeit zu gegeben. 

In großen Räumen lohnt es sich hingegen ein bisschen dunklere Farben einzusetzen, denn diese Räume gewinnen dadurch an Gemütlichkeit und es entstehen dramatische Effekte. Eine dunkle Wandfarbe ist nicht für jeden etwas aber wer sich trotzdem daran versuchen möchte, kann durch die Farbe der Möbel und der Dekorationen die dunkle Farbe etwas aufheben und hier auf einen sehr hellen Ton greifen. Wichtig: Der Ton muss deutlich heller sein, damit der Effekt wirklich zu Geltung kommt und sich von der dunklen Wand abhebt.

2. Den richtigen Farbton wählen

Eine Wandfarbe kann die ganze Atmosphäre in einem Raum verändern und das kann positive Auswirkungen, aber auch negative mit sich ziehen. Deshalb sollte man bei der Wahl des Farbtons auch auf die Wirkung der Farbe und besonders auf die Raumnutzung achten. 

Rot und Orange Töne eignen sich besonders für Räume, die eine Nord- oder Ost-Ausrichtung haben, weil sie eine leuchtende Wärme ausstrahlen, während die Sonne in dieser Raumausrichtung davon nur wenig spendet. 

Kalte Töne wie Blau oder Türkis sind besonders für Süd- und Westräume zu empfehlen, weil sie das Sonnenlicht ein wenig dämpfen. Durch ihre entspannende Wirkung sind kühle Farben besonders für den Arbeits-, Schlafbereich oder das Bad geeignet. 

Am allerwichtigsten ist, dass sie sich vor dem Streichen eine Vorstellung von dem Raum machen. Seien Sie dabei möglichst genau und finden Sie so einen Farbton, mit dem Sie sich wohlfühlen. 

3. Wandfarbe richtig kombinieren

Es ist schwierig und auch nicht immer gewünscht, einen Raum nur in einer Farbe zu gestalten. Spätestens mit Möbeln und Accessoires kommen mehrere Farben ins Spiel. 

Damit Sie neben ihrer neuen Wandfarbe nicht nur neutrale Töne nutzen, ist es hilfreich, sich über das Farbkonzept Gedanken zu machen. Keine Angst, das ist leichter als es sich anhört. Sie benötigen nur einen gewöhnlichen Farbkreis und sollten sich für eine von drei Möglichkeiten entscheiden. Zur Auswahl steht dann am Ende eine tonwertorientiere, eine harmonische oder die Komplementärfarbpalette. 

Das tonwertorientierte Farbkonzept bedient sich von nur einer Farbpalette, das bedeutet: Die Farbe bleibt die gleich, nur die Abstufungen ändern sich. Hierbei kommen die verschiedenen Töne am besten zur Geltung, wenn man mindestens drei Abstufungen wählt. Wer das Zimmer komplett in einem tonwertorientierten Farbkonzept streichen möchte, der fängt mit einem hellen Ton an der Decke an, streicht die Wände etwas dunkler und die Türen und Leisten in dem dunkelsten Ton. Das gibt einen besonders schönen und edlen Effekt.

Harmonische Wandfarben sind besonders empfehlenswert, wenn Sie sich gerade erst an das Thema Wandfarbe herantrauen, denn damit kann man nichts falsch machen. Es handelt sich nämlich um die Farben, die im Farbkreis direkt nebeneinander liegen. Die Farben, die durch den Mix der drei Primärfarben (Rot, Blau, Gelb) entsteht, eigenen sich perfekt, um ein harmonisches Farbkonzept zu erstellen. 

Für sehr Mutige eigenen sich komplementäre Farben. Diese sind sehr ausdrucksstark und befinden sich im Farbkreis immer gegenüber voneinander. Wer sich für dieses Farbkonzept entscheidet, sollte mit sehr viel Fingerspitzengefühl an die Farben gehen und auch immer wieder durch neutrale Farben im Raum die Intensität auffangen. Es ist wichtig, dass es hierbei nicht zu viele Farben gibt und die Gesamtheit ausgewogen bleibt.

Nehmen Sie den Pinsel in die Hand!

Nachdem Sie nun die perfekte Wandfarbe gefunden und sich ein Farbkonzept überlegt haben, sollten Sie den Pinsel in die Hand nehmen. Bei Wandfarben geht es besonders darum sich einfach zu trauen und darum, dass sie sich selbst in ihrem Zuhause wohlfühlen. 

Sie werden sehen: Mit ein bisschen Wandfarbe wird es direkt gemütlicher.

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